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Zeugenvernehmung im Untersuchungsausschuss zum „Fall Amri“

17.08.2020 / Der Untersuchungsausschuss I („Fall Amri“) hat am Montag, 17. August 2020, weitere Zeugen in nichtöffentlicher Sitzung vernommen.

Dr. Jörg Geerlings, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses I („Fall Amri“), erklärt hierzu:

„Der Untersuchungsausschuss hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am Montag, 17. August 2020, den ehemaligen V-Mann der Polizei NRW vernommen, der in der Öffentlichkeit als VP-01 bekannt geworden ist. Die VP-01 hatte im Rahmen ihrer Verwendung in der islamistischen Szene auch Anis Amri kennengelernt und hatte mehrfach Kontakt zum späteren Attentäter vom Breitscheidplatz. Bei der Befragung des Zeugen ging es insbesondere auch um die Bewertung der Gefährlichkeit Amris und um seine Rolle im radikal-islamistischen Netzwerk.
 
Der Zeuge befindet sich zur Zeit in einem Zeugenschutzprogramm. Da die Enttarnung des Zeugen eine Gefahr für dessen Leben bedeutet, wurde die Vernehmung in audiovisueller Form durchgeführt, das heißt die VP-01 hielt sich während der Vernehmung an einem anderen, nicht bekannten Ort auf. Seine Aussage wurde unter akustischer und optischer Abschirmung seiner Person in Bild und Ton in den Sitzungssaal übertragen. 
 
Mit der in Ausnahmefällen zulässigen audiovisuellen Vernehmung von Zeugen hat der Untersuchungsausschuss einen Weg gefunden, dem Schutz der VP-01 gerecht zu werden. Diese Form der Vernehmung ist im Landtag Nordrhein-Westfalen erstmalig zur Anwendung gelangt.
 
Um die Identität der VP-01 festzustellen, befand sich am Ort der Vernehmung ein Polizeibeamter, dem die VP-01 aus der Vergangenheit bekannt ist.“

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