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Ausstellung im Landtag erinnert an Solidarność und ihre Bedeutung für die Freiheitsbewegung in der DDR

01.09.2020 / Die polnische Gewerkschaft Solidarność wurde genau vor 40 Jahren gegründet – daran erinnert ab heute die Ausstellung „Lernt Polnisch – Solidarność, die DDR und die Stasi“ in der Bürgerhalle des Landtags Nordrhein-Westfalen. Sie thematisiert besonders ihren Einfluss auf Oppositionelle in der ehemaligen DDR. Präsident André Kuper hat die Ausstellung heute gemeinsam mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Roland Jahn, sowie Wojciech J. Poczachowski und Andrzej Koliński vom Polnischen Institut in Düsseldorf eröffnet.

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Wojciech J. Poczachowski (Polnisches Institut Düsseldorf), Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR), Landtagspräsident André Kuper und Andrzej Koliński (Polnisches Institut Düsseldorf) eröffneten die Ausstellung in der Bürgerhalle des Landtags.

Ende August 1980 entstand in Polen Solidarność, die erste nicht kommunistische Gewerkschaft und eine unabhängige Bewegung im ehemaligen Ostblock. Ihre Gründung und die daraus resultierende Freiheitsbewegung leiteten den Beginn des Niedergangs des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa ein. Mut und Kraft der polnischen Gewerkschaftsbewegung machten auch den Oppositionellen im ostdeutschen Nachbarland Hoffnung auf Reformen. Die DDR-Führung beauftragte die Staatssicherheit, die Reaktionen der Menschen in der DDR zu überwachen.

Die Ausstellung „Lernt Polnisch“ – Solidarność, die DDR und die Stasi“ zeigt anhand von Stasi-Unterlagen, wie die Geheimpolizei pro-polnische Haltungen verfolgte und versuchte, Solidarität mit der Bewegung zu unterbinden.

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Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (vorne rechts), die Mitglieder der Parlamentariergruppe "Polen, Mittel- und Osteuropa, Baltikum" und weitere Abgeordnete weilten ebenfalls unter den Gästen.

„Mit der Gründung von Solidarność begann eine Freiheitsbewegung, die ganz Mittel- und Osteuropa inspirierte und entscheidend zum Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands beitrug. Von Anfang an wurde die Arbeiterbewegung von regimekritischen Intellektuellen und weiten Teilen der katholischen Kirche unterstützt, alle Beteiligten begegneten sich mit Respekt und Kompromissbereitschaft. Damit gelang eine Solidarität über Gesellschaftsgrenzen und alle Unterschiede hinweg, an der sich die Oppositionellen in der ehemaligen DDR orientierten. Wir blicken mit Dank auf dieses Vermächtnis der Solidarität zurück“, sagte der Präsident des Landtags, André Kuper bei der Eröffnung.  

Die Ausstellung wird im Landtag Nordrhein-Westfalen noch bis zum 15. September 2020 gezeigt. Anschließend ist sie bis zum 30. Oktober 2020 im Polnischen Institut Düsseldorf zu sehen.

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Landtagspräsident André Kuper erinnerte in seiner Begrüßungsrede an das Vermächtnis der Solidarität.

Fotos: Wilfried Meyer
 
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