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Gedenken zum 9. November: Landtag beteiligt sich an der Aktion „Düsseldorf erinnert“

06.11.2020 / Der Landtag Nordrhein-Westfalen unterstützt die Aktion der Landeshauptstadt „Düsseldorf erinnert“ zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938. Ab heute bis zum 10. November 2020 zeigt das Parlament auf der LED-Leinwand vor dem Gebäude eines der Aktions-Motive. „24 Stunden: 450 Überfälle, 70 Verletzte, 13 Tote“ soll die grauenvolle Bilanz des Novemberpogroms gegen Jüdinnen und Juden in Düsseldorf zusammenfassen. An der Aktion beteiligen sich die Stadtverwaltung Düsseldorf, Kirchen und zahlreiche Privatpersonen.

„Aufgrund der Corona-Pandemie entfallen in diesem Jahr viele Gedenkformate. Aber wir dürfen das Erinnern nicht vergessen. Wir tragen Verantwortung für die Erinnerung an das Leid der Opfer und den Terror, der mit dem Novemberpogrom für alle sichtbar wurde. Deswegen unterstützt der Landtag die Initiative der Landeshauptstadt zum Gedenken an die Pogromnacht des 9. November“, sagt André Kuper, Präsident des Landtags Nordrhein-Westfalen.

In der Nacht vom 9. auf 10. November 1938 wurden auf Befehl der Nationalsozialisten überall im Land Synagogen in Brand gesetzt und jüdische Bürgerinnen und Bürger misshandelt, verschleppt und ermordet. Die Nationalsozialisten setzten zahlreiche Synagogen in Brand und zerstörten Wohnungen, Geschäfte und Büros. Auch mehr als 80 Jahre nach den Novemberpogromen gibt es nur geschätzte Zahlen zu den Todesopfern im gesamten damaligen Reichsgebiet. Eine Studie geht für das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens von mindestens 131 Opfern aus, die in oder nach der Pogromnacht durch Misshandlungen zu Tode kamen. Die tatsächliche Zahl ist vermutlich höher.
 

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