Landtag Nordrhein-Westfalen
Suchfunktion

Zur Internetansicht

Dokumentinhalt

Vier Jahre nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt: Untersuchungsausschuss zum „Fall Amri“ gedenkt der Opfer

18.12.2020 / Zum vierten Jahrestag des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin am morgigen Samstag, 19. Dezember 2020, erinnert der Parlamentarische Untersuchungsausschuss I des Landtags Nordrhein-Westfalen an die Opfer des Attentats.

Der islamistische Attentäter Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 zwölf Menschen ermordet. Zunächst hatte er den Fahrer eines Lkw erschossen, um das Fahrzeug unter seine Kontrolle zu bringen. Anschließend war er zielstrebig mit dem Lastwagen in eine Menschenmenge auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gefahren. Hier starben elf weitere Menschen. Mindestens 55 Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarktes wurden zum Teil schwer verletzt. Viele Angehörige, Verletzte, Ersthelferinnen und Ersthelfer sind auch vier Jahre nach dem Anschlag noch traumatisiert.

Im Namen aller Mitglieder des Ausschusses teilt der Vorsitzende Dr. Jörg Geerlings mit: 
„Als Parlamentarischer Untersuchungsausschuss gedenken wir in tiefer Trauer der Menschen, die durch den Anschlag am 19. Dezember 2016 in Berlin zu Tode gekommen sind. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, den Angehörigen aller Opfer, deren Freundinnen und Freunden sowie allen Ersthelferinnen und Ersthelfern. 
Die Arbeit des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses I, den der Landtag Nordrhein-Westfalen am 1. Juni 2017 eingesetzt hat, dient dem Ziel, möglichen Versäumnissen, Unterlassungen, Fehleinschätzungen und Fehlverhalten der Behörden in unserem Bundesland vor und nach dem Anschlag nachzugehen. Hierzu gehört auch die Betrachtung der Zusammenarbeit der nordrhein-westfälischen Behörden mit den Behörden anderer Bundesländer und des Bundes. Neben dieser Aufarbeitung untersucht der Ausschuss im Besonderen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um – bestmöglich – einen solchen terroristischen Anschlag mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unseres Rechtsstaates zukünftig zu verhindern. 


Der Ausschuss hat bislang in 57 Sitzungen getagt und eine Vielzahl von Zeuginnen und Zeugen zu unterschiedlichen Themen des Einsetzungsbeschlusses vernommen. Zur Zeit wird untersucht, wie sich in der Causa des islamistischen Attentäters die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den nordrhein-westfälischen Behörden und den Behörden in Berlin gestaltete und ob auf diesem Gebiet Optimierungsbedarf besteht. Im Jahr 2021 will sich der Ausschuss weiteren Themenkomplexen annehmen, hierzu wurden bereits Zeugenvernehmungen angesetzt. 
Auch in diesem Jahr hat der Ausschuss weitere Unterlagen von Kommunal-, Landes- und Bundesbehörden zur Erfüllung seines Untersuchungsauftrags angefordert, diese sind teilweise bereits eingegangen. Der Ausschuss hofft, dass die Einsicht in diese Dokumente eine bessere Aufklärung des Attentats ermöglicht. 


Die Tat liegt morgen vier Jahre zurück; wir wissen, dass sich hierdurch an dem Leid der Verletzten und den Angehörigen aller Opfer nichts zu ändern vermag. Dieses Leid darf sich nicht wiederholen. Es gilt, alles zu tun, um einen erneuten Anschlag zu verhindern. Dies hat sich der Parlamentarische Untersuchungsausschuss I zum Ziel gesetzt.“ 
 

Termine
<< >>
Januar   2021
KW Mo Di Mi Do Fr Sa So
53         1 2 3
1 4 5 6 7 8 9 10
2 11 12 13 14 15 16 17
aktuelle Kalenderwoche3 18 19 Heute: 20 21 22 23 24
4 25 26 27 28 29 30 31
Plenartermine 2021 »
Metanavigation
Fenster schliessen